• 25. September 2022 7:15

Akzeptanz zwangsweiser vegetarischer Verpflegung an Schulen

Mai 4, 2022

Die Verwaltung wird hinsichtlich der Schulen

  • Anne-Frank-Schule
  • Eichendorffschule
  • Gartenschule
  • Grundschule Daxlanden
  • Hans-Thoma-Schule
  • Heinrich-Köhler-Schule
  • Leopoldschule
  • Pestalozzischule
  • Tullaschule 

um die Beantwortung folgender Fragen zum Schulmittagessen gebeten:

  1. Wie viele Essen, differenziert nach vegetarischen und nicht vegetarischen Mahlzeiten, werden an Tagen, an denen Wahlfreiheit zwischen Essen mit und ohne Fleisch besteht, ausgegeben?
  1. Wie viele Essen werden an den Karlsruher Schulen an Tagen, an denen ausschließlich vegetarische Mahlzeiten angeboten werden, ausgegeben? Hierzu bitte beachten: Es sind nicht die Zahlen der angelieferten, sondern vielmehr die Zahlen der tatsächlich ausgegebenen Essen anzugeben!
  2. Wie viele Schüler hätten auf dieses Angebot an Schulverpflegung an wie vielen Tagen insgesamt zurückgreifen können, wenn sie es gewollt hätten?

Da aufgrund der im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus getroffenen behördlichen Anordnungen die Schülerzahlen im Präsenzunterricht starken Schwankungen unterworfen waren, den Ausweis der Zahlen zu den Punkten 1 bis 3 bitte monatsweise für die Schuljahre 2019/2020, 2020/2021 und 2021/2022 (erstes Halbjahr) differenziert nach den genannten Schulen. 

Begründung: 

Noch im November 2019 argumentierte die Stadt in der Vorlage zur Umstellung der Zuschlagskriterien für die Vergabe von Schulmittagessen gegen die Einführung zwangsweiser vegetarischer Tage mit folgender Begründung „unter Zwang erfolgen erfahrungsgemäß eher eine Ablehnung des Angebotes und das Ausweichen auf andere Möglichkeiten der Verpflegung“.

Entgegen diesen Erfahrungen hat der Gemeinderat gegen die Stimmen der AfD am 22. Juni 2021 im Rahmen der Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an neun Schulen beschlossen, die Zahl der zwangsweise vegetarischen Tage von zwei auf drei pro Woche zu erhöhen. 

Ziel der Mittagsverpflegung der Schüler muss sein, die so Schüler zu verpflegen, dass der Nachmittagsunterricht erfolgreich durchgeführt werden kann. Dies setzt jedoch voraus, dass das angebotene Essen auch von ihnen angenommen wird. Es gehört dagegen definitiv nicht zur Aufgabe der Stadtverwaltung, den Schülern eine bestimmte Haltung zum Thema Essen anzuerziehen.