• 13. Juni 2021 1:41

Statistische Auswertung der Corona-Infektionen in der Stadt Karlsruhe

Mrz 19, 2021

Anfrage an die Stadt:

Zur Identifizierung von Corona-Infektionsschwerpunkten wird die Stadtverwaltung gebeten, zur Summe der Corona-Fälle getrennt nach Altersstufen in Zehnjahresschritten nach den folgenden Kriterien Auskunft zu geben:

1 a. Wie viele positiv getestete Einwohner Karlsruhes sind tatsächlich erkrankt?

1 b. Wie viele der Erkrankten haben die deutsche Staatsbürgerschaft?

1 c. Welche Nationalitäten bilden den Hauptanteil der nichtdeutschen Erkrankten?

2 a. Wie viele Einwohner Karlsruhes befinden/befanden sich in stationärer Behandlung?

2 b. Wie viele davon haben die deutsche Staatsbürgerschaft?

2 c. Welche Nationalitäten bilden den Hauptanteil der nichtdeutschen hospitalisierten Personen?

3 a. Wie viele Einwohner Karlsruhes befinden/befanden sich in intensivmedizinischer Behandlung?

3 b. Wie viele davon haben die deutsche Staatsbürgerschaft?

3 c. Welche Nationalitäten bilden den Hauptanteil der nichtdeutschen intensivmedizinisch behandelten Personen?

4 a. Gibt/gab es Infektionsschwerpunkte in Karlsruhe und welche sind das?

4 b. Welche Maßnahmen werden/wurden durch die Stadt gegen diese Infektionsschwerpunkte ergriffen?

Sachverhalt/Begründung

Die massiven Einschränkungen in die Freiheit der Menschen und die Berufsverbote für viele Selbständige und Unternehmen durch den Corona-Lockdown müssen angemessen und notwendig sein. Diese Angemessenheit und Notwendigkeit, ist im Sinne der Betroffenen immer wieder zu überprüfen. Durch die nicht nachvollziehbaren, teilweise willkürlichen Maßnahmen der Regierung, basierend unter anderem auf Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, werden Existenzen zerstört. Auf unser Land kommt eine große Welle der Arbeitslosigkeit zu.

Es muss konkret festgestellt werden, wo die große Masse der Ansteckungen stattfindet und dagegen gezielt vorgegangen werden. Nur so kann die Krankheit wirksam bekämpft werden, sodass die Lockdown-Maßnahmen so schnell wie möglich obsolet werden. Es kann nicht hingenommen werden, ein ganzes Land wirtschaftlich zu ruinieren.

Gemäß dem Artikel der Bildzeitung “RKI-Chef: “Es ist ein Tabu”” vom 5. März 2021 hat ein Gespräch zwischen Lothar Wieler, RKI, und Chefärzten am 14. Februar 2021 stattgefunden. Danach habe der Leiter der Lungenklinik Moers, Thomas Voshaar, aufgrund Erhebungen geäußert: “Diese zeigen sehr deutlich, dass es offensichtlich eine Gruppe gibt, die die Politik mit Corona-Warnungen überhaupt nicht erreicht. Das sind Menschen mit Migrationshintergrund.”, die seiner Aussage nach intern “Patienten mit Kommunikationsbarriere” genannt würden. Nach seiner Kenntnis “hatten immer über 90 Prozent der intubierten, schwerst kranken Patienten einen Migrationshintergrund”. Daraufhin wird Lothar Wieler zitiert: “Ich habe das genauso gehört. Aber es ist ein Tabu. Ich habe versucht, auf bestimmte Menschen zuzugehen. Wir müssen über Imame auf diese Religionsgruppe eingehen.” 

Es ist daher von Interesse, ob die Zahl der Infizierten mit Migrationshintergrund im bundesdeutschen Vergleich in Karlsruhe entsprechend hoch ist und ob es in unserer Stadt vergleichbare Infektionsschwerpunkte und Probleme mit der Erreichbarkeit dieser Menschen gibt. Falls ja, was tut die Stadtverwaltung dagegen? Gibt es in Karlsruhe andere massive Infektionsschwerpunkte?

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie sollten sich auf die Infektionsschwerpunkte und den Schutz gefährdeter Gruppen, wie den älteren Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder Risikopersonen mit Vorerkrankungen, konzentrieren, damit die Fallzahlen schnell sinken und der endlose, zerstörerische Lockdown beendet werden kann.

Unterzeichnet von:

Dr. Paul Schmidt, Oliver Schnell, Ellen Fenrich

AfD-Fraktion